Lagebericht 2018

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft ist auch 2018 gewachsen und hat dabei um 3,0 Prozent zugelegt (Vorjahr 2,9 Prozent). In den USA fiel das Wirtschaftswachstum 2018 mit 2,9 Prozent stärker aus als 2017 mit 2,3 Prozent. Die expansive Fiskalpolitik kurbelte die Unternehmensinvestitionen an, und der private Konsum profitierte von Steuersenkungen und der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft im Euroraum ist 2018 ebenfalls um 1,9 Prozent gewachsen, hat aber an Dynamik eingebüsst (Vorjahr 2,4 Prozent). Insbesondere der Aussenhandel und die Industrieproduktion haben an Schwung verloren, während die Binnennachfrage solide blieb. Die Zinswende in den USA hat in vielen Schwellenländern zu Kapitalabflüssen und Währungsabwertungen geführt. Die dadurch verschlechterten finanziellen Rahmenbedingungen erfordern in einigen Ländern eine restriktivere Geldpolitik. In China hingegen hat sich das Wirtschaftswachstum 2018 nur leicht reduziert, ist aber mit 6,6 Prozent weiter stark gewachsen (Vorjahr 6,9 Prozent).

Die Schweizer Wirtschaft erreichte 2018 ein kräftiges BIP-Wachstum von 2,6 Prozent (Vorjahr 1,0 Prozent). Vor allem in der ersten Jahreshälfte war das Wachstumstempo hoch und breit abgestützt. Im zweiten Halbjahr schwächte sich die Konjunkturdynamik merklich ab.

Die Renditen von Staatsanleihen blieben auch 2018 weiterhin tief. Im Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) weiter an ihrer expansiven Geldpolitik festgehalten. In den USA ist die geldpolitische Wende dagegen bereits weit fortgeschritten. Wegen zunehmender Engpässe auf dem Arbeitsmarkt wird 2019 mit zwei weiteren Leitzinsschritten gerechnet. In der Schweiz lagen die Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen 2018 mehrheitlich im Bereich zwischen –0,15 Prozent und 0,1 Prozent.

Bei den Devisen hat der US-Dollar 2018 deutlich an Wert gewonnen. Hierzu haben die starke Konjunktur in den USA sowie die Straffung der US-Geldpolitik beigetragen. Der Franken hat sich 2018 gegenüber dem Euro ebenfalls aufgewertet. Der Anstieg der Unsicherheit im zweiten Halbjahr 2018 hat dazu geführt, dass der Franken seine Rolle als sicherer Hafen wieder eingenommen hat.

Der Schweizer Franken bewegte sich gegenüber dem Euro im Jahresverlauf um einen Wechselkurs zwischen 1.12 und 1.20 EUR/CHF. Ende 2018 notierte der Kurs bei rund 1.13 EUR/CHF.

Das Jahr 2018 war für Anleger ein schwieriges Jahr an den internationalen Finanzmärkten. Auf Jahressicht resultierte ein deutliches Minus bei den meisten Aktienindizes. Der breite Swiss-Performance-Index verlor 2018 satte 8,5 Prozent. Der amerikanische Dow-Jones-Index gab in derselben Zeitspanne um 7,1 Prozent nach.

Bei den Rohstoffpreisen erlebte der Ölpreis eine Berg- und Talfahrt. Bis Anfang Oktober stieg er auf 85 USD pro Barrel, um anschliessend wieder auf 60 USD pro Barrel zu sinken. Im Jahr 2019 dürfte er sich bei knapp über 60 USD pro Barrel stabilisieren. Im Schlussquartal 2018 war auch bei den weiteren Rohstoffen ein deutlicher Rückgang der Preise zu verzeichnen.