Lagebericht 2018

Bilanzanalyse – Aktiven

Die Bilanzsumme der Clientis Zürcher Regionalbank stieg im Berichtsjahr um CHF 225,31 Millionen und belief sich per Ende Jahr auf CHF 4,15 Milliarden. Dies entspricht einer Ausweitung um 5,7 Prozent.

Die Forderungen gegenüber Banken haben im Berichtsjahr um 21,9 Prozent auf CHF 167,71 Millionen zugenommen. Grund dafür sind gestiegene Festgeldanlagen innerhalb der Clientis Gruppe.

Das Kreditgeschäft, Kerngeschäft der Bank, ist erneut gewachsen. Mit einer Zunahme um 4,7 Prozent wuchsen die Kundenausleihungen stärker als im Vorjahr. Nominell entspricht dies einer Veränderung von CHF 161,83 Millionen. Der Gesamtbestand an Kundenausleihungen per Ende 2018 belief sich auf CHF 3,57 Milliarden.

Die Hypothekarforderungen sind im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent oder CHF 152,15 Millionen gestiegen und beliefen sich per Jahresende auf CHF 3,45 Milliarden. Wohnliegenschaften bilden den Hauptbestandteil der pfandgesicherten Deckungen. Nahezu 90 Prozent der Hypothekarforderungen sind durch Wohnliegenschaften gesichert. Die übrigen 10 Prozent machen mehrheitlich Gewerbe- und Industriebauten aus.

Der Bestand an Festhypotheken ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gestiegen und erreicht neu einen Anteil von 84,0 Prozent (Vorjahr 83,8 Prozent). Grund dafür ist vorwiegend das immer noch anhaltende Tiefzinsniveau, das insbesondere Hypothekarnehmer dazu veranlasst, mittel- bis langfristige Festhypotheken abzuschliessen.

Zugenommen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die Forderungen gegenüber Kunden. Diese Bilanzposition ist im Vorjahresvergleich um CHF 9,68 Millionen oder 8,7 Prozent gestiegen.

Leicht gestiegen sind die Beteiligungen der Clientis Zürcher Regionalbank. Sie erreichen CHF 25,54 Millionen.

 

Deckungsarten Hypotheken

 

Bilanzanalyse – Passiven

Im Bereich der Kundengelder präsentiert die Clientis Zürcher Regionalbank ein starkes Wachstum von 7,3 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent), das entspricht einer Zunahme von CHF 195,89 Millionen. Die Kundengelder erreichten einen Bestand von insgesamt CHF 2,89 Milliarden per Ende Jahr. Dank dieses erfreulichen Zuflusses konnten die gestiegenen Ausleihungen im Umfang von CHF 161,83 Millionen vollständig innerhalb des Kundengeschäfts refinanziert werden. Gleichzeitig verbesserte sich damit das Finanzierungsverhältnis von Ausleihungen zu Kundengeldern per 31. Dezember 2018: Der Kundendeckungsgrad liegt neu bei 80,9 Prozent (Vorjahr 79,0 Prozent).

In der Bilanzposition Verpflichtungen aus Kundeneinlagen verbuchte die Clientis Zürcher Regionalbank ein Plus von markanten 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Bestände von kurz- bis mittelfristigen Geldern haben sich erhöht.

Die Summe der Kassenobligationen hat im Berichtsjahr weiter abgenommen, dies entspricht dem allgemeinen Markttrend. Der Bestand reduzierte sich um weitere 14,6 Prozent auf CHF 190,51 Millionen.

Die Verpflichtungen gegenüber Banken sind -um 3,0 Prozent auf CHF 102,00 Millionen gestiegen.
Im Zusammenhang mit dem Bilanzstrukturmanagement verzeichneten die Anleihen und Pfandbriefdarlehen einen Anstieg um CHF 14,1 Millionen (Vorjahr CHF 36,50 Millionen). Das neue Gesamtvolumen von CHF 803,50 Millionen entspricht somit einem Bilanzanteil von 19,3 Prozent (Vorjahr 20,1 Prozent).

Zum Bilanzstichtag verfügte die Clientis Zürcher Regionalbank über ein ausgewiesenes Eigenkapital (nach Gewinnverwendung) von CHF 199,22 Millionen, was einer Zunahme von 3,3 Prozent entspricht. Unter Berücksichtigung der stillen Reserven von CHF 131,42 Millionen resultiert ein kumuliertes Eigenkapital (nach Gewinnverwendung) von CHF 330,64 Millionen.

Die regulatorisch anrechenbaren Eigenmittel beliefen sich per Jahresende auf CHF 293,66 Millionen. Im Verhältnis zum bankengesetzlichen Erfordernis von CHF 222,88 Millionen entspricht dies einem Deckungsgrad von 131,8 Prozent. Die Clientis Zürcher Regionalbank übertrifft damit die gesetzlichen Mindestvorgaben weiterhin deutlich.

 

Refinanzierung

Die Refinanzierung der Kundenausleihungen erfolgt hauptsächlich über Kundengelder. Weitere Refinanzierungsquellen sind Anleihen der Clientis Gruppe und Pfandbriefdarlehen. Die Gruppe profitiert vom Zugang der Clientis AG zum Kapitalmarkt und damit von einer höheren Diversifikation. Die Refinanzierungen über Kundengelder und die Clientis AG sind beide langfristig orientiert und einander gleichgestellt.

 

 

Kundenwohnorte nach Gemeinden